GEDANKENGANG: Mut zum Sein – Mut als Selbstbejahung?
Ort: Zentrale Hinrichtungsstätte der DDR

Mit Prof. Dr. Thomas Kater (Universität Leipzig) und Bertram Weisshaar
Wer vom Mut sprechen möchte, darf die Angst nicht verschweigen. Mut wie auch ihre begriffliche Schwester Tapferkeit erscheinen zunächst als ethische Begriffe, mit denen etwas ausgesagt wird, das verlangt wird, um in einer bestimmten Situation zu bestehen, auszuhalten, sich zu überwinden. Mutig sein meint also zunächst, der eigenen Angst zu widerstehen. Angst ist so das ethische Negativ zum Mut, doch Mut meint zugleich auch an sich zu glauben – gegen die eigene Angst. – Der Leipziger Philosoph Prof. Dr. Thomas Kater und der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar nehmen uns mit auf einen GedankenGang zu verschiedenen Orten der Angst, des Mutes und auch der Hoffnung in Leipzig. Dabei laden sie ein, gemeinsam der Frage nachzugehen, wovon wir sprechen, wenn wir von Mut und Angst sprechen und dazu ins Gespräch zu kommen.
Im Hintergrund des GedankenGangs steht das Buch „Der Mut zum Sein“ des protestantischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich, das 1952 zuerst in englischer Sprache erschienen ist. In seinem Buch versucht Tillich, den ethischen Sinn von Mut und Tapferkeit aus einer Seinslehre zu entwickeln, die sich aus dem Begriff der Angst entfalten lässt und die in „der ganzen Breite der menschlichen Existenz“ wurzelt. Mut wäre damit als Selbstbejahung zu verstehen. (Foto: © Rainer Totzke)
Datum und Uhrzeit: Sonntag, 18. August 2024, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Zentrale Hinrichtungsstätte der DDR, Arndtstraße 48, 04275 Leipzig
Teilnahme: kostenfrei